Ich versuche schon seit Jahren, das Erlebnis von Gaming mit XR Glasses zu schaffen — sogar bevor es so etwas überhaupt gab. Als chronisch kranker Mensch (Shoutout an alle kranken Gamer) verbringe ich viel meiner Spielzeit im Bett, und ich suche immer nach Wegen, das angenehmer zu machen. Als Teenager hatte ich eine Brille mit zwei Spiegelpaaren darin, sodass sie, wenn ich geradeaus schaute, das Bild nach unten zu meinen Füßen reflektiert haben. So konnte ich flach auf dem Rücken liegen und meinen Nintendo DS in meinem Schoß sehen. Schluss damit, die Arme über den Kopf zu halten, bis ich den Halt verliere oder einnicke und der DS mir ins Gesicht fällt. Vor kurzem habe ich an meinem Nachttisch eine Schwanenhalshalterung angebracht, die ich um 90 Grad biegen kann, um meine Switch direkt über mein Gesicht zu halten.
Beide Lösungen haben ihre Grenzen. Die Spiegelbrille schränkt das Sichtfeld ein und erfordert, dass du und das Objekt, das du anschaust, perfekt still und parallel zueinander bleiben. Die Schwanenhalshalterung ist schwer exakt zu positionieren und muss an einem Ort fixiert werden. Außerdem boxe ich sie im Schlaf gerne mal weg, aber das könnte auch nur an mir liegen. Was ich wirklich brauchte, waren XR Glasses wie VITURE One — ein Gerät, das es bis dieses Jahr gar nicht wirklich gab, auf das ich aber mein ganzes Leben lang gewartet habe. Nachdem ich eine Woche lang mit den VITURE One XR Glasses Tears of the Kingdom gespielt, Filme gestreamt und mein Steam Deck genutzt habe, kehre ich vielleicht nie wieder zum klassischen Handheld-Gaming zurück.
XR Glasses haben dieses Jahr auf der CES für großes Aufsehen gesorgt — Marken wie NReal, TCL und
Lenovo haben ihre Technik präsentiert, aber die XR-Brille von VITURE hat mich am meisten
beeindruckt — dank ihrer Auswahl an Zubehör, das komplett auf Gaming ausgelegt ist. Zum Testen
hat das Unternehmen zwei Brillen geschickt, dazu das Mobile Dock, eine Switch-Halterung, eine
Steam-Deck-Halterung, ein paar Lens Shades und einen 1-zu-2-Adapter. Manches davon ist
Nice-to-have, und ich gehe auf jedes Teil ein. Aber für die Switch brauchst du wirklich nur die
Brille und das Mobile Dock — und für andere Geräte brauchst du nicht einmal das Dock.
Die Brille hat dieselbe Form und Anmutung wie eine Sonnenbrille, ist aber etwas schwerer und
dicker. Auf der Rückseite des rechten Bügels befindet sich ein Anschluss, der mit einem
magnetischen Kabel verbunden ist, das am anderen Ende USB-C hat. Jedes Gerät mit USB-C-Videoausgang
kann mit der Brille verbunden werden. Ich habe sie direkt an mein Samsung Tab S7, Steam Deck
und Surface Duo gesteckt und konnte sie sofort nutzen, ohne Software oder Updates — genauso, als
würdest du diese Geräte an einen Monitor anschließen. Die Brille hat keinen internen Akku und
muss nicht aufgeladen werden — sie zieht ihre gesamte Energie vom Gerät, an dem sie hängt.
Das Seherlebnis ist beeindruckend. Sobald du die Brille aufsetzt, siehst du sofort ein helles und
klares Display ohne Verzerrung oder Fliegengittereffekt, wie du ihn von einem VR-Headset kennst.
Das Bild ist unglaublich scharf, und selbst kleine Texte sind leicht zu lesen — vorausgesetzt,
du stellst die eingebaute Dioptrieneinstellung auf deine Sehkraft ein. Mein Astigmatismus im
linken Auge ist etwas zu stark, um ein vollkommen klares Bild zu bekommen, also trage ich noch
Kontaktlinsen, wenn ich die Brille nutze, aber VITURE bietet auch Brillenfassungen mit Sehstärke an.
Die Fassung hat außerdem eingebaute Lautsprecher von HARMAN. Ich habe sowohl die
vernetzten Sonnenbrillen von Bose als auch von Razer getestet, und die Audioqualität der
VITURE One schlägt beide. Sie hat minimalen Audio-Leak, ungefähr so viel wie ein lautes Paar
Earbuds — wenn also jemand neben dir schläft, könnte er es hören. Im Flugzeug oder Bus glaube ich
aber nicht, dass jemand den Sound bemerken oder davon gestört würde. Du kannst auch weiterhin
deine Bluetooth-Kopfhörer benutzen, wenn dir das lieber ist, aber ich war angenehm überrascht,
wie gut die Audioqualität sogar im Vergleich zu meinen Wireless Earbuds war.
Mit der Art, wie das Seherlebnis im Marketing dargestellt wird, habe ich allerdings ein Problem. VITURE (und andere Marken mit ähnlichen Produkten) verwenden gerne Bilder, die suggerieren, du würdest auf einen riesigen, vor dir projizierten Bildschirm schauen — aber das ist nicht meine Erfahrung. Es fühlt sich eher an, als hätte man einen winzigen Bildschirm direkt vor den Augen — was ja im Grunde auch genau das ist. Trotzdem bekommst du den Effekt eines schwebenden Bildschirms, weil das Bild transparent ist, also kannst du die Welt durch den Bildschirm hindurch sehen. VITURE One hat eine coole Linsenabdunklungs-Funktion, die den Hintergrund auf Knopfdruck in Dunkelheit hüllt, und du kannst auch die Lens Shades aufstecken, wenn du den Hintergrund komplett ausblenden willst. Die Brille ist dennoch kein Headset und bedeckt dein Gesicht nur begrenzt — also bekommst du, sofern du nicht in einem stockdunklen Raum sitzt, einiges an Lichteinfall im peripheren Sichtfeld. Es brauchte eine kleine Eingewöhnung, aber jetzt greife ich jedes Mal, wenn ich meine Switch spiele, zur Brille.
Beim Spielen auf der Switch musst du das Mobile Dock benutzen, aber das Dock hat ein paar Vorteile. Es ist eine 13.000-mAh-Powerbank, die sechs Stunden zusätzliche Spielzeit liefert. Außerdem hat es zwei Anschlüsse für Brillen — mein Partner und ich haben also viel Splitscreen- Mario Kart gespielt, jeder mit seinem eigenen Brillenpaar. Es ist so viel besser, als zu zweit auf dem winzigen Switch-Bildschirm zu spielen, und ihr könnt jeder eure eigene Lautstärke steuern. Es gibt außerdem einen HDMI-Port, sodass du auch einen PC, eine PlayStation oder Xbox anschließen kannst. Es gibt zudem eine Dock-Halterung für die Switch und das Steam Deck — einfach ein kleines Stück Plastik, mit dem du die Mobile-Dock-Halterung an deine Konsole klipsen kannst, um sie bequemer mitnehmen zu können.
Das ist die mobile Display-Lösung, auf die ich mein ganzes Leben gewartet habe. Es ist eine unglaublich praktische Möglichkeit, ein hochwertiges visuelles Erlebnis aus deinen mobilen Geräten herauszuholen, und eine großartige Art, Handheld-Spiele überall zu spielen — egal, ob du bettlägerig bist oder auf einem langen Flug sitzt. Ich habe nur sehr wenig zu meckern, aber ich wünschte, du könntest sie direkt an die Switch anschließen, ohne das Mobile Dock zu benutzen, und dass der Bildschirm mehr von der Linsenfläche ausfüllt. Mir wäre es auch viel lieber, wenn sie komplett kabellos wären, statt ein Kabel von der Brille zum Handheld zu haben — was am Flughafen mehr als nur ein paar schräge Blicke eingebracht hat — aber ich vermute, davon sind wir noch ein paar Jahre entfernt. Bei 439 € (oder 568 € mit dem Dock) ist der Preis für die meisten der größte Knackpunkt, aber das ist bei innovativer Technik wie dieser nichts Neues.
Geräte wie diese werden riesig fürs Gaming, und ich wäre nicht überrascht, wenn Nintendo und Sony in den nächsten Jahren mit eigenen Versionen ins Rennen einsteigen würden. Ich freue mich, dass VITURE mit VITURE One die Messlatte so hoch legt, und ich glaube, ich werde meine Switch nie wieder ohne sie spielen.
__________
Diese Rezension wurde ursprünglich auf TheGamer.com veröffentlicht.
Eric Switzer ist Features Editor bei TheGamer und auf Pokémon, VR
und Tech-Themen spezialisiert. Außerdem moderiert er den TheGamer Podcast, der gerade in sein
zweites Jahr geht. Eric liebt Brettspiele, Fan-Conventions, neue Technologie und seine
süßen, süßen Katzen Bruce und Babs. Zu seinen Lieblingsspielen zählen Destiny 2,
Kingdom Hearts, Super Metroid und Prey... aber vor allem Prey. Sein Lieblings-Pokémon ist
Nachtara.
VITURE One XR Glasses & Mobile Dock sind ab sofort zu besonderen Launch-Preisen für begrenzte Zeit erhältlich.
Kennst du jemanden, der pausenlos Tears of the Kingdom spielt? Teile diesen Artikel und zeig ihm einen besseren Weg, in sein neuestes Hyrule-Abenteuer einzutauchen!

